Geschichte

Vor mehr als 50 Jahren, exakt am 11.01.1964, trafen sich 34 Sportinteressierte in der Gaststätte Erwig, um einen Sportverein zu gründen. Man einigte sich auf den Namen “SV Altendorf-Ulfkotte“. Für seine Gründung hatte sich besonders das damalige Ratsmitglied Josef Berning eingesetzt, der von der Gemeindevertretung einen Sonderauftrag hatte, in dieser Hinsicht aktiv zu werden.

Man wählte auch einen Vorstand, der sich aus folgenden Personen zusammensetzte:

  1. Vorsitzender: Alfred Huber
  2. Vorsitzender: Benno Besten
  3. Schriftführer: Josef Berning
  4. Schriftführer: Siegfried Hübers
  5. Kassierer: Norbert Kuhlmann
  6. Kassierer: Franz-Josef Breil

Beisitzer:

  • Klemens Kuhlmann
  • Willi Griese
  • Albert Kremerskothen
  • Aloys Wulf

Weitere Gründungsmitglieder waren Klaus Eichholz, Hubert Josten, Hans Timmer, Wolfgang Beltermann, Hans Erwig, Gisbert Bolles, Laurenz Rentmeister, Alfons Engling und Theo Schoppen.

Hintere Reihe von links: Heinz Kalthoff, Franz-Josef Breil, Hermann Schulte-Kellinghaus, Willi Wojda, Heinz Düpmann, Hubert Schäfer, Hans Timmer. Mittlere Reihe von links: Meinolf Edelkamp, Wolfgang Belltermann, Alfrad Czarnetzki. Vordere Reihe von llinks: Theo Göbbeler, Friedhelm Winkel, Dieter Deppe, Klaus Eichholz und Theo Breil.

Der Verein hatte sich das Ziel gesetzt, in der ersten Zeit mehr den Fußballsport zu fördern. Als Vereinsfarben wurden Grün-Weiß gewählt. Und da an diesem Abend Gönner für eine Jugend- und Seniorengemeinschaft jeweils eine komplette Spielerkluft (B. Besten, J. Erwig), mehrere Fußbälle und einen Sportplatz, der noch zu bauen war, die Fußballtore (B. Besten) stifteten und auch noch eine größere Geldsumme zusammen kam, war der Start nicht schlecht. Das eigentliche Problem war nur, einen Sportplatz zu bekommen. Das alte Sportgelände (Bereich der Kardinal von Galen Schule, Mehrzweckhalle, Hl. Kreuz Kirche) war ungeeignet, stand wegen der anstehenden Bebauung nicht mehr zur Verfügung. Erst 1967 konnte der damalige Bürgermeister Aloys Wulf, der mit viel Eigenlsietung erstellt wurde, dem Sportverein übergeben. Im Eröffnungsspiel standen sich der Rat der Gemeinde und der SV Altendorf Alte-Herren gegenüber. Im gleichen Jahr begann auch der offizielle Meisterschaftsspielbetrieb in der zweiten Kreisklasse. Bis dahin hatte man drei Jahre lang Freundschaftsspiele gegen Vereine aus der Umgebung – immer auswärts(!) –  ausgetragen. Man bezahlte natürlich kräftig Lehrgeld, dennoch war die Kameradschaft gerade in dieser Zeit sehr gut.

Der Sportverein konnte keine sportlichen Groß-Erfolge verbuchen. Lediglich die Alten Herren konnten sich häufiger mit dem Titel eines Stadtmeisters – sowohl in der Halle als auch auf dem Feld –  schmücken. Mehr als die zweite Kreisklasse, die heutige Kreisliga B, wurde mit der ersten Mannschaft leider nie erreicht.

Die eigentlichen Anfänge des Sportvereins lagen weit zurück. Schon vor dem Krieg gab es in Altendorf-Ulfkotte einen Sportverein. Ende der 20er- und Anfang der 30er-Jahre wurde das Heide- und Buschland hinter der Gaststätte J. Kremerskothen (heute Booke’s Wiese) in Selbsthilfe nach Feierabend gerodet und zu einem Sportplatz umgewandelt. Die beteiligten Sportinteressierten hatten Hand- und Spanndienste zu leisten. Danach wurde ein Fußballverein mit dem Namen “DJK Altendorf-Ulfkotte“ gegründet. Die Vereinsfarben waren auch damals Grün-Weiß. Die Tore wurden von Bernhard Besten (Vater von Benno Besten)  gestellt. Die Mannschaft war damals recht erfolgreich. Unter anderem spielten Johann Breil, Willi Besten, Josef Kremerskothen und Herman Engel. Zu den Auswärtsspielen bis an die holländische Grenze nach Heiden oder Burlo fuhr man in einem Lastwagen von Johann Kremerskothen. Da dieses Fahrzeug eigentlich zum Transsport von Vieh diente, musste dieser von den Spielern und den Kinders aus der Nachbarschaft gesäubert werden. Auf dem gereinigten LKW wurden Bankreihen montiert, so dass man nach der langen Fahrt im offenen Cabrio nicht zu geschwächt war.

Auch eine Jugendabteilung existierte damals. Mit Beginn des Krieges wurde der Spielbetrieb eingestellt.

Im Jahr 1974 wurde eine Jugendabteilung gegründet, die in den Anfangsjahren direkt erfolgreich arbeitete. Doch aufgrund der relativ geringen Einwohnerzahl taten sich große Probleme auf, die dazu führten, dass im Jahr 1983 die Jugendabteilung fast nicht weitergeführt werden konnte. Da man im Vorstand zu der Einsicht kam, dass ein Verein ohne Jugendabteilung keine Zukunft hat, begann man einige Jahre später mit dem Neuaufbau der Jugendabteilung. Inzwischen ist diese auf ca. 250 Kinder und Jugendliche angewachsen. Von der den Mini-Kickern bis zur A-Jugend sind sämtliche Bereiche abgedeckt. Die vor einigen Jahren begonnen Zusammenarbeit hat sicherlich zu dieser erfreulichen Entwicklung beigetragen.

Neben den Fußballmannschaften existiert schon seit geraumer Zeit eine Kinderturngruppe. Eine ähnliche Entwicklung gibt es auch im Seniorenbereich, hier wurde vor einigen Jahren der “Sport der Älteren“ ins Leben gerufen! Im Jahre 1979 wurde eine Gymnastik-Abteilung gegründet, seit 1986 ist eine Volleyball-Abteilung aktiv. Drei Jahre später nahm unsere Tischtennis Abteilung, die im Jahre 1987 gegründet wurde, den Spielbetrieb auf.

Der Tischtennissport in Altendorf-Ulfkotte kann ebenfalls auf eine lange Tradition zurückblicken. Schon 1946 wurde, damals noch unter weitaus schwierigeren Bedingungen, Tischtennis gespielt unter dem Namen Grün-Weiß Altendorf-Ulfkotte. In einem Nachbarraum der Gasstätte Engel fanden sowohl Training auch als die Heimspiele statt. Radtouren zu Auswärtsspielen wie zum Beispiel zum TTC Recklinghausen-Ost waren keine Seltenheit. Zu Spielen im Münsterland benutze man einen Kleinbus von Joh. Sczensny. Um Kosten zu sparen trug man dann gleich zwei Auswärtsspiele aus, zum Beispiel in Coesfeld und Dülmen. Schlachtenbummler waren auch immer dabei, zum Beispiel Herbert Engel. Auf ihre Erfolge konnten die damals aktiven stolz sein; innerhalb von fünf Jahren gelang der viermalige Aufstieg von der zweiten Kreisklasse bis in die Landesliga. Aus verschiedenen Gründen ging diese Ära leider bereits 1950 zu Ende.

Im Jahr 2001 bildete sich noch eine Badminton-Abteilung. Bewegung ist dadurch natürlich in den Mitgliederbestand gekommen. Am 01.01.1965 zählte der Verein 83 Mitglieder, 1989 ca. 250 und schon im Jahr 2001 ca. 300 Mitglieder. Heute sind knapp unter 500 Mitglieder im bei SVA aktiv. Die magische 500-Miglieder-Grenze konnte bis jetzt nicht geknackt werden.